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Hinnerk maakt mobil im Heimathaus

Beiträge / Uthleder Heimatverein
Datum: 09.02.2010, 12:07 Uhr
Uthlede (Ein Bericht von Otto Baur) Zum zehnten Mal öffnete sich am 30. Januar im Uthleder Heimathaus der Vorhang zu einer Premiere der Theatergruppe des Heimatvereins Uthlede. „Hinnerk maakt mobil“ hieß die plattdeutsche Komödie von Claus Woberg, die sich die Laienspieler für ihr ...

Jubiläum ausgesucht hatten. Hinnerk Butenbeek (Heiko Mües) ist ein Bauer, dessen Landwirtschaft nicht besonders gut läuft und der auch wenig Lust zur Arbeit hat. „Ein Tourist auf dem Hof bringt soviel ein wie ein fettes Schwein“, hat er im landwirtschaftlichen Wochenblatt gelesen. Deshalb wird mobil gemacht und alles auf Tourismus umgestellt. Hinnerks Frau Frieda (Gudrun Brockmann) und die Tochter Lore (Kerstin Brockmann) stehen der Sache jedoch skeptisch gegenüber, denn sie erinnern sich noch gut an Hinnerks vorige Projekte. Die Forellenzucht ging im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runter, und die Nutriafarm fiel dem Fuchs zum Opfer. Aber mit dem Nachbarssohn Fred (Heiko Allerheiligen), der mit seiner Tochter liiert ist, und o­nkel Willem (Kurt Timm), einem pensionierten Briefträger, hatte Hinnerk zwei Mitstreiter für sein Projekt gefunden. o­nkel Willem ist ein Mann von Welt, denn er ist vor Jahren bei einem Postkongress in Hamburg in einem Hotel gewesen und schwärmt noch heute von den leicht bekleideten jungen Damen des Zimmerservice. So wird dann nach seinen Angaben als Einrichtungsberater in rot ausgestattet. Rote Vorhänge und Lampen werden aufgehängt, und sogar eine knallrote Badewanne wird herangeschafft. Nun können die ersten Gäste kommen. Lehrer Franz Hoppesiel (Hendrik Gröngröft), seine Frau Meta (Marianne Hillen) und sein Sohn Peter (Holger Blendermann) haben auf der Volkshochschule in der Stadt einen Plattdeutsch-Kursus besucht und wollen nun bei einem Urlaub auf dem Bauernhof alles vertiefen. Doch als sie das Rotlichtambiente sehen, reisen sie kurzfristig wieder ab. Nach dem fehlgeschlagenen Projekt wird der Bauernhof wieder in den alten Zustand zurück versetzt. Weil sie ihr Tonband vergessen haben, kommen die Hoppesiels noch einmal zurück und finden nun das Ambiente, das sie sich gewünscht hatten. So steht einem Happy End nichts mehr im Wege. Neben den acht Darstellern wirkten vor und hinter der Bühne als Regisseur Günter Tietje, als Maskenbildnerin Rita Hintz, als Toschnackerin Ute Denker sowie in der Technik und Gesamtleitung Gerold Brockmann mit. Trotz Schneeglätte war die Premiere gut besucht, und auch die weiteren vier Vorstellungen fanden guten Anklang. Vor den Nachmittagsvorstellungen an den Sonntagen bot der Heimatverein im Gemeindehaus Kaffee und Kuchen an.

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